Orange Day: Der Superman-Monolog

Orange Day: Der Superman-Monolog

EIN MANN STEIGT AUS. ODER EIN

Ein Theaterstück über Stärke, Scheitern und die stille Gewalt eines Systems. Mit Marie Mühlen und Henning Kallweit

Mit „DER SUPERMAN-MONOLOG“ legen Marie-Christine Mühlen, Henning Kallweit und Cheryll Mühlen ein intensives, zeitgenössisches Zwei-Personen-Stück vor, das die fragile Konstruktion von Männlichkeit und die unsichtbaren Wunden des Patriarchats auf eine menschliche, direkte und unerwartet humorvolle Weise beleuchtet. Im Zentrum steht Nikolas. Ein Mann, der nach außen funktioniert, bis er es nicht mehr tut. Als ihn eine Burn-out-Depression aus der Bahn wirft, bricht seine sorgsam gepflegte Rolle als ‚Superman’ in sich zusammen. In der Begegnung mit ihr – einer Figur, die zugleich Spiegel, Widerpart und Katalysator ist – beginnt eine Reise, die weniger nach Erlösung sucht als nach Ehrlichkeit. Auf den ersten Blick versteht sich das Stück wie eine Abrechnung mit dem Patriarchat, verweigert jedoch den moralischen Zeigefinger. Stattdessen rückt „DER SUPERMAN-MONOLOG“ das Menschliche ins Zentrum: die Opfer einer Struktur, die Männer wie Frauen gleichermaßen verletzt, überfordert oder gefangen hält. Mit schnellem Witz, Charme und emotionaler Tiefe entsteht ein 80-minütiger Dialog, der entlarvt, ohne zu demütigen, und tröstet, ohne zu beschönigen. Gespielt wird in einer einzigen Kulisse, bewusst reduziert, um den Fokus auf die psychologische Spannung und die Dynamik zwischen beiden Figuren zu legen. Die Bühne wird zum inneren Raum, zum Gedankengang, zum Versuch, sich selbst auszuhalten. „DER SUPERMAN-MONOLOG“ ist damit sowohl psychologische Reise als auch gesellschaftliche Betrachtung: ein Stück über die Last, stark sein zu müssen, und die Freiheit, es nicht mehr zu müssen. 

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

 

  • 27. November 2026 19:30 Uhr
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