1. Aktionstag Demokratie im BIS – ein voller Erfolg!

Am 7. September 2025 stand das BIS-Zentrum für offene Kulturarbeit ganz im Zeichen der Demokratie. Zahlreiche Gäste und das engagierte BIS-Team feierten gemeinsam einen Tag voller Impulse, Diskussionen und künstlerischer Beiträge – ein Fest für die Vielfalt demokratischer Ausdrucksformen.

Auftakt mit Haltung

Bereits am Vormittag eröffnete unser 1. Vorsitzender Holger Spiecker den „Aktionstag Demokratie“ mit einer pointierten Rede, die den Ton für einen nachdenklichen und zugleich inspirierenden Tag setzte. Der erste Programmpunkt – der Dokumentarfilm „Arnolds Erben oder: Wie sieht Demokratie aus?“ – machte eindrucksvoll deutlich, dass Demokratie kein Selbstläufer ist, sondern stets neu belebt und verteidigt werden muss. Der Film über den Widerstand im Braunkohlerevier zeigte beispielhaft, wie demokratisches Engagement konkret aussehen kann – und sollte.

Diskurs und Bühne

Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum, bei der auch Regisseur Thomas Meffert Rede und Antwort stand. Die Meinungsvielfalt im Raum spiegelte den demokratischen Geist wider – offen, kritisch und respektvoll.

Ein weiteres Highlight folgte mit der Theatergruppe Dreamloud, geleitet von unserem ehrenamtlichen Mitarbeiter Phil Birkmann. Die jungen Schauspieler*innen brachten in einer mitreißenden Aufführung ihre Sicht auf Demokratie zum Ausdruck – direkt, emotional und interaktiv. Das Publikum wurde Teil des Geschehens und erlebte hautnah, wie lebendig Demokratie sein kann.

Kultur trifft Haltung

Mit Wolfgang Sombert betrat ein echtes Schwergewicht der Mönchengladbacher Kulturszene die Bühne. Sein Beitrag „Dem Telefonbuch“ – eine Mischung aus Lesung und Performance – gewährte persönliche Einblicke und kündigte sein gleichnamiges Buchprojekt an. Wortbeiträge aus dem Publikum rundeten diesen Programmpunkt ab und machten ihn zu einem echten Dialogmoment.

Parallel wurde die Ausstellung von Wolfgang Oude-Hengen und Dirk Danzig eröffnet. Ihre eindrucksvollen Werke warfen einen kritischen Blick auf globale Herausforderungen im Umgang mit demokratischen Werten – visuell stark und inhaltlich tiefgehend.

Begegnung im Garten

In der Pause lud ein üppiges Kuchenbuffet zum Verweilen ein. Bei strahlendem Sonnenschein verwandelte sich der BIS-Garten in einen Ort der Begegnung: Gespräche wurden geführt, Kontakte geknüpft und Gedanken zur aktuellen Lage der Demokratie in Deutschland ausgetauscht.

Finale mit Gänsehautmomenten

Den krönenden Abschluss bildete die Aufführung „Demokratie – eine Liebesgeschichte“ von Susa Weber, Cordula Berner, Verena Kleist und Wolfgang Weber (am Flügel). Die Darbietung war ein emotionales Kaleidoskop: ernst, bitter, traurig, hoffnungsvoll – und zutiefst menschlich. Besonders Cordula Berners Gesangseinlagen berührten das Publikum spürbar, manche sprachen gar von Gänsehautmomenten.

Ein lebendiges Plädoyer für Demokratie folgte zum Schluss, als eine Besucherin lautstark darauf hinwies, dass in den Wortbeiträgen nicht gegendert worden sei. Die Reaktion des Publikums – Standing Ovations für die Künstler*innen und Applaus für die Besucherin – zeigte, wie sehr Demokratie auch in der Kultur gelebt wird: kontrovers, offen und respektvoll.

Ein Tag, der nachwirkt

Der erste „Aktionstag Demokratie“ im BIS war nicht nur ein voller Erfolg – er war ein starkes Zeichen. Die positive Resonanz und der Wunsch vieler Besucher*innen, auch im kommenden Jahr wieder einen Demokratietag zu veranstalten, bestätigen uns darin, dass wir mit diesem Format einen Nerv getroffen haben.

Ein letzter, aber wichtiger Hinweis: Alle Künstler*innen traten unentgeltlich auf, und das gesamte BIS-Team war ehrenamtlich im Einsatz. Dafür gebührt ihnen unser tiefster Dank – denn auch das ist gelebte Demokratie: Engagement aus Überzeugung. Foto: Udo Theuer